Bosch startet 2024 weltweit 30 Elektrofahrzeugprojekte
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- Bosch startet 2024 weltweit 30 Elektrofahrzeugprojekte
Bundeskanzler Scholz besuchte kürzlich China und der erste „Check-in“-Punkt war die Bosch Hydrogen Power System (Chongqing) Co., Ltd. Warum stand bei Bundeskanzler Scholz‘ erstem China-Besuch die Wasserstoffenergie im Mittelpunkt?
Die Daten zeigen, dass sich der Umsatz von Bosch im Geschäftsjahr 2023 auf rund 91,6 Milliarden Euro belief, mit einer Gewinnmarge vor Steuern von 4,8 Milliarden Euro und einer Steigerung der Gewinnmarge vor Steuern um 5,31 TP3T im Vergleich zum Vorjahr.
Auf dem chinesischen Markt setzte Bosch sein Wachstum im Jahr 2023 fort und erzielte einen Umsatz von 18,2 Milliarden Euro, was einem Anstieg von 5,21 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Geschäftsbereich Intelligente Mobilität entwickelte sich dabei zum wichtigsten Wachstumsmotor und erzielte in China ein Umsatzwachstum von 8,21 Milliarden Euro auf 14,6 Milliarden Euro.

Intelligente Mobilität ist das Kerntechnologiefeld von Bosch. Allein in diesem Jahr wird Bosch rund 30 Produktionsprojekte im Bereich der Elektrofahrzeugtechnologie starten.
Die Zukunft des Elektromobils rückt näher, und die einzige Spannung liegt darin, wie schnell sich die Elektromobilität in verschiedenen Regionen der Welt durchsetzen wird. Bosch prognostiziert, dass bis 2030 bis zu 701 Milliarden Neuwagenverkäufe auf dem europäischen Markt reine Elektrofahrzeuge sein könnten. Auf dem chinesischen und nordamerikanischen Markt dürfte dieser Anteil zwischen 401 und 501 Milliarden liegen.
Bosch setzt sich zudem umfassend dafür ein, die Transformation zur Elektrifizierung zu beschleunigen. So wird Bosch beispielsweise in diesem Geschäftsfeld durch die Entwicklung neuer redundanter Bremssysteme für Elektromobilität und autonomes Fahren ein jährliches Wachstum von 101 Milliarden Tonnen über dem Marktdurchschnitt erzielen. Auch bei Fahrzeug-Bewegungssteuerungssystemen ist Bosch führend. Im jüngsten Wintertest stattete Bosch über 20 Testfahrzeuge namhafter Marken mit Fahrzeug-Bewegungssteuerungssystemen aus. Bosch gab bekannt, dass der erste Auftrag dieses Jahres in Serie gehen wird. Es wird erwartet, dass Bosch mit dieser Technologie bis 2030 einen Umsatz von mehreren hundert Millionen Euro erzielen wird.
China soll sich zu einem führenden Markt für Wasserstoffenergie entwickeln
Fahrzeuge mit Wasserstoff-Brennstoffzellen als wichtige Entwicklungsrichtung im Bereich der Fahrzeuge mit alternativer Energie rücken in der globalen Automobilindustrie zunehmend in den Fokus der Wettbewerber.

Als wichtige Grundlage für die Elektrifizierungsstrategie von Bosch wurde das neue Werk der Bosch Hydrogen Power System (Chongqing) Co., Ltd. im November 2023 offiziell in Betrieb genommen. Das Projekt erstreckt sich über eine Fläche von rund 240.000 Quadratmetern und vereint Forschung und Entwicklung, Tests, Produktion und Vertriebsmanagement für Wasserstoffprodukte. Es verfügt über Boschs größtes Forschungs- und Entwicklungszentrum für Brennstoffzellen (Montage) der Klasse A.
Im Bereich der Wasserstoffenergie soll Boschs Geschäftsplan bis 2030 einen Umsatz von 5 Milliarden Euro im Bereich Wasserstofftechnologie erzielen. Berichten zufolge hat Bosch 2023 mit der Produktion von Wasserstoff-Strommodulen in Stuttgart (Deutschland) und Chongqing (China) begonnen.
Technisch gesehen sind Wasserstoff-Verbrennungsmotoren in Nutzfahrzeugen einer der schnellsten Wege zur CO₂-Neutralität. Bosch prognostiziert, dass das Marktvolumen dieser Technologie bis 2030 fast eine Milliarde Euro erreichen wird. Der mit Bosch-Einspritztechnologie ausgestattete Wasserstoff-Verbrennungsmotor wird bereits in diesem Jahr in Indien in Betrieb gehen. Bosch hat fünf Produktionsaufträge von namhaften Lkw-Herstellern aus den drei größten Wirtschaftsregionen der Welt erhalten.
Bosch plant zudem den Einstieg in den rasant wachsenden Markt der Wasserstoffproduktion. Bis 2030 wird die weltweit installierte Leistung von Wasserstoff-Elektrolysetanks rund 170 Gigawatt erreichen – das ist etwa das 25-fache des aktuellen Stands. Der Elektrolysereaktor von Bosch wird nächstes Jahr auf den Markt kommen. Bosch wird künftig nicht nur für Wasserstoffantriebe, sondern auch für die Wasserstoff-Energieerzeugung stehen.
Durch die Vertiefung der lokalen Struktur wird China zu einem wichtigen Innovationsstandort
Daten zeigen, dass Bosch in den letzten zehn Jahren über 50 Milliarden Yuan in China investiert hat. Ende 2023 verfügte Bosch in China über 34 Produktionsstandorte und 26 Technologiezentren mit knapp 58.000 Mitarbeitern. China ist der Markt mit der höchsten Mitarbeiterzahl außerhalb Deutschlands, mit über 10.000 F&E-Mitarbeitern. Allein im Jahr 2023 beliefen sich die Forschungs- und Entwicklungskosten von Bosch in China auf 11 Milliarden Yuan.
Als traditionelles Automobilzentrum pflegt Deutschland eine umfassende und intensive Zusammenarbeit mit der chinesischen Automobilindustrie. Chinas „Spurwechsel“ im Bereich der neuen Energien führt dazu, dass innovative Spitzentechnologien wie intelligente Kabinen, fortschrittliches intelligentes Fahren und Wasserstoff-Brennstoffzellen von China aus in die ganze Welt gelangen.
Als nächstes wird sich Bosch China auf Wachstumsbereiche wie neue Energien, intelligentes Fahren, Wasserstoffenergie, Software und künstliche Intelligenz konzentrieren, an technologischer Innovation, nachhaltiger Entwicklung und offener Zusammenarbeit festhalten und aktiv zur Entwicklung des modernen chinesischen Industriesystems beitragen.




