In der Lautsprecherbranche gibt es zwei große technische Richtungen: Die eine sind intelligente Lautsprecher mit Schwerpunkt auf künstlicher Intelligenz, die andere sind traditionelle Lautsprecher mit Schwerpunkt auf Klangqualität.
Beide haben aufgrund unterschiedlicher Leistung und Struktur unterschiedliche Schwerpunkte. Smarte Lautsprecher basieren auf künstlicher Intelligenz und konzentrieren sich auf das Erlebnis, die Klangqualität ist daher zweitrangig. Ohne die integrierte künstliche Intelligenz sind solche Produkte bestenfalls Lautsprecher. Dank künstlicher Intelligenz können solche Produkte menschliche Anweisungen erkennen und Vorgänge wie das Abspielen, Pausieren von Musik oder die Steuerung anderer Smart-Geräte ausführen. Es handelt sich um eine interaktive Plattform, die Musik, Smart Home, Online-Netzwerk und eines der als Smart-Home-Eingang ausgewählten Produkte integriert.
Herkömmliche Lautsprecher mit hoher Klangqualität konzentrieren sich auf die Klangqualität und berücksichtigen das Gehör, wodurch ihre Funktion reiner ist. Am Beispiel einer Soundbar: Als Ergänzung, Verbesserung oder Ersatz für die Klangqualität eines Fernsehers besteht das Hauptverkaufsargument solcher Produkte darin, den Nutzern ein umfassenderes Hörerlebnis zu bieten. Eine Soundbar ist eigentlich ein miniaturisiertes Heim-Audio- und Videogerät. Ein dünner und leichter Fernseher kann keine besonders guten Lautsprecher tragen, was zu einer schlechten Klangqualität führt. Als Ergänzung, Verbesserung oder Ersatz für die Klangqualität eines Fernsehers kann sie in begrenzter Lautstärke eingesetzt werden. Sie kann Zweikanal- oder sogar Mehrkanaleffekte erzielen.
Als Alternative zu TV-Lautsprechern hat sich die Form externer Lautsprecher gewandelt. Von Lautsprechern, die die Klangqualität von Fernsehern verbesserten, hin zu Kombinationen aus TV-Boxen und Lautsprechern, wie zum Beispiel den Xiaopai-Lautsprechern von Skyworth. Wenn dieses Produkt nicht an den Fernseher angeschlossen ist, kann es als einfacher Lautsprecher verwendet werden. Nach dem Anschluss an den Fernseher per Kabel kann es gleichzeitig als TV-Box und Lautsprecher fungieren. Der Ansatz von Philips Fernsehern ist sogar noch radikaler. Der kürzlich erschienene Fernseher 973 integriert die Lautsprecher und die restlichen TV-Komponenten in einem Standfuß, wodurch die geringe Bildschirmhöhe berücksichtigt und die Klangqualität erhalten bleibt. Darüber hinaus kann dieser Lautsprechertyp Musik drahtlos, per Bluetooth, per Kabel oder über eine Schnittstelle zum Verbinden mit einem Mobiltelefon oder einem verlustfreien Player abspielen.
Obwohl Smart-Lautsprecher und Lautsprecher mit herkömmlicher Klangqualität funktional gegensätzlich sind, stehen sie in direktem Wettbewerb. Smart-Lautsprecher setzen auf Ökologie und bringen schnelles Geld, wohingegen Lautsprecher mit herkömmlicher Klangqualität „gute Arbeit“ leisten. Hinter dem Wettbewerb zwischen den beiden steckt der Versuch, den Standard der Lautsprecherindustrie zu monopolisieren. So kündigten beispielsweise die beiden südkoreanischen Giganten LG und Samsung am 20. August an, dass sie ihre Produktlinie „X Boom“ von bestehenden Heim-Audiosystemen um kabellose und KI-Lautsprecher erweitern würden; Samsung Electronics hatte das Unternehmen bereits 2016 übernommen. Harman Kardon, ein US-amerikanischer Hersteller von Audio- und Autoelektronikgeräten, hat weltweit Soundbars der Spitzenklasse auf den Markt gebracht. Branchenkenner sind davon überzeugt, dass durch die Verbindung von Fernseher und Smartphones, Spielen usw. ein Synergieeffekt zwischen TV und Audio entsteht, der zu einer allmählichen Expansion des Lautsprechermarktes geführt hat.
Die beiden Unternehmen vertreten tatsächlich zwei unterschiedliche Lautsprecherpräferenzen, den Kompromiss zwischen „Smart“ und „Klangqualität“. Im Vergleich zum hohen Preis herkömmlicher Lautsprecher mit hoher Klangqualität werden Smart-Lautsprecher mit einem Preis von etwa 1.000 Yuan von den Verbrauchern bevorzugt, während der niedrige Preis von Smart-Lautsprechern auf die geringen Kosten zurückzuführen ist. Faktoren wie die geringen Kosten und der Platzbedarf des Steuermoduls führen jedoch dazu, dass Smart-Lautsprecher nicht über genügend Lautsprechereinheiten verfügen. Da die meisten Lautsprecher nur eine Lautsprechereinheit haben, ist die Klangqualität bei Smart-Lautsprechern nicht relevant. Daher ist das Verkaufsargument für Smart-Lautsprecher nicht „Lautsprecher“, sondern „Intelligenz“.
Für viele Verbraucher sind Klangqualität und Aussehen jedoch die wichtigsten Kriterien für die Wertigkeit von Lautsprechern, und Intelligenz kann nur ein Pluspunkt sein. Vergleicht man Smart-Lautsprecher mit ähnlichen Preisen und herkömmlichen Lautsprechern, sind letztere offensichtlich lohnender. Da Smart-Lautsprecher nur einen der optionalen Einstiegsmöglichkeiten in das Smart-Home-Ökosystem darstellen, sind sie nicht die einzige Option für Smart Homes. Für ein besseres Hörerlebnis ist die Klangqualität natürlich entscheidend.
Derzeit sind „Intelligenz“ und „Klangqualität“ möglicherweise noch nicht vereinbar. Wer schon immer Wert auf Klangqualität legte, hat sich für fortschrittlichere Produkte entschieden. Auf dem Massenmarkt hingegen bedeutet die Berücksichtigung von Intelligenz höhere Kosten. Der Aufbau einer Ökologie und die Fokussierung auf Klangqualität erfordern Investitionen in Rohstoffe und Anpassungen. Die Kombination von „Intelligenz“ und „Klangqualität“ bedeutet höhere Kosten und eine etwas größere Distanz zum Massenmarkt.




