Porsche Lithium-Batterie: Neue Fabrik für Elektroautos
Inhaltsverzeichnis
- Porsche Lithium-Batterie: Neue Fabrik für Elektroautos
1. Kontrolle der Lieferkette: Porsches neue Fabrik für Elektroautobatterien
Porsche ist im Gespräch mit Partnern. Sie wollen eine Fabrik für Elektroautobatterien bauen. Die Kosten könnten bis zu 30 Milliarden Euro betragen.
Porsche teilte dies am 26. Juli mit. Man prüfe Standorte in der Nähe von Deutschland, den USA und Kanada. Die Auswahl hänge von den dortigen Stromkosten und der Verfügbarkeit erneuerbarer Energien ab. Die neue Fabrik könnte bis zu 20 GWh Batterien produzieren.
Am 26. Juli veröffentlichte Porsche außerdem seinen Finanzbericht für das erste Halbjahr 2023. Umsatz und Gewinn stiegen. Der Umsatz stieg um 141 TP3Billionen auf 20,43 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn stieg um 10,71 TP3Billionen auf 3,85 Milliarden Euro.
Auch das Auslieferungsvolumen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 14,71 TP3T. Porsche-Finanzvorstand Lutz Meschke und Vorstandsvorsitzender Oliver Blume wiesen jedoch auf Probleme in der Lieferkette hin. Diese Probleme haben sich negativ auf das Auslieferungsvolumen des Taycan, Porsches einzigem in Serie produzierten Elektroauto, ausgewirkt. Ob Elektroautos 12 bis 141 TP3T des Absatzes ausmachen können, hängt von der Entwicklung der Lieferkette in der zweiten Jahreshälfte ab.
Der Bau einer Batteriefabrik scheint für Porsche eine Möglichkeit zu sein, seine Lieferkette besser zu kontrollieren. Dieser Schritt könnte die Umstellung der Porsche-Fahrzeuge auf Elektromobilität unterstützen.

2. Porsches Siliziumlösung für langlebigere Lithiumbatterien
Im Mai hieß es in den Nachrichten, Porsche plane Batterietechnologie und -materialien. Carscoops berichtete, Porsche wolle ein Elektroauto bauen. Dieses Auto könnte mit einer Ladung mehr als 807 Meilen (ca. 1300 km) weit fahren. Dieses Auto würde einen Lithiumbatterie, keine Festkörperbatterie.
Wie wird Porsche diese Batterie herstellen? Carscoops zufolge sieht Porsche eine Möglichkeit darin, das Material am Minuspol zu verbessern.
Porsche entwickelt derzeit ein Siliziummaterial für den Minuspol. Dadurch kann die Batterie zehnmal mehr Energie speichern. Zudem lässt sie sich schnell aufladen. In nur 15 Minuten kann sie von 51 TP3T auf 801 TP3T aufgeladen werden.
Dieses Siliziummaterial hat jedoch ein Problem: Es wächst um 300%, wenn es Lithium aufnimmt. Dies beeinträchtigt die Lebensdauer der Batterie. Porsche untersucht daher derzeit ein Minuspolmaterial mit 80%-Silizium. Außerdem wird dem Pluspolmaterial mehr Nickel zugesetzt. Dies kann die Batterieladung verbessern.
Dem Bericht zufolge entwickelt Porsche außerdem eine Festkörperbatterie. Diese neue Batterie kann 50% mehr Energie speichern.

3. Porsches Lithiumbatterie-Plan: Hochsilizium- und Festkörpertechnologie
Die Lithiumbatterietechnologie von Porsche basiert auf zwei Konzepten: hochsiliziumhaltigen Lithiumbatterien und Festkörperbatterien. Sie erfordern mehr Energie und superschnelles Laden. Dies ermöglicht den Fahrzeugen eine sehr große Reichweite. Mehr Reichweite bedeutet jedoch auch schwerere und teurere Batterien. Daher versuchen Batterie- und Automobilhersteller, die Reichweite zu erhöhen, ohne Gewicht oder Kosten zu erhöhen.
Porsche ist ein sehr reicher Luxusautohersteller. Dadurch kann das Unternehmen mehr Geld für Forschung und Produktion ausgeben. Das Unternehmen hat bereits begonnen, in Batterietechnologien zu investieren.
Für Lithium-Batterien mit hohem Siliziumgehalt investierte Porsche im vergangenen Mai in ein US-Unternehmen. Das Unternehmen heißt Group14 Technologies. Porsche investierte 100 Millionen Dollar in die Herstellung des Siliziums für die Batterien.
Group14 entstand aus einem Unternehmen namens EnerG2. EnerG2 stellte früher Kohlenstoffmaterialien her. Im Jahr 2019 erhielt Group14 18 Millionen Dollar von Investoren. Zu diesen Investoren gehörten CATL, Showa Denko, Cabot und BASF.
Group14 verfügt über zwei Fabriken. Eine wurde im April 2021 in Betrieb genommen. Die andere wird im Osten Washingtons entstehen. Dies teilte CEO Rick Luebbe bereits im vergangenen Jahr mit. Ein Teil des Geldes aus der C-Runde wird hierfür verwendet.
Das Silizium von Group14 wird von der Cellforce Group verwendet. Cellforce ist ein Unternehmen von Porsche und der deutschen Customcells Holding. Das Unternehmen startete 2021. Es plant, Hochleistungsbatterien aus Silizium herzustellen. Diese Batterien sind für Kleinserien, Rennwagen und Hochleistungsautos vorgesehen.
Cellforce betreibt eine Fabrik im Südwesten Deutschlands. Sie kann 1,3 GWh Batterien produzieren. Das Unternehmen kauft auch Batterien von anderen Standorten zu. Zudem arbeitet das Unternehmen mit dem Batteriekonzern PowerCo von Volkswagen zusammen.
Im Bereich Festkörperbatterien investiert Volkswagen seit 2018 in QuantumScape. Volkswagen ist der größte Anteilseigner von QuantumScape. Die beiden Unternehmen haben außerdem ein gemeinsames Unternehmen gegründet. Im Dezember 2020 gab QuantumScape bekannt, ein Problem gelöst zu haben. Das Unternehmen entwickelte eine Festkörperbatterie mit einer Energiekapazität von über 1000 Wh/L. Die Massenproduktion dieser Batterien ist für 2024 bis 2025 geplant. Volkswagen plant, diese Batterien in seinen Fahrzeugen einzusetzen.
4. Porsches Plan für den Verkauf von 80%-Elektrofahrzeugen bis 2030
Porsche-Chef Oliver Blume sagt: „Batterien bieten viele Chancen, da Autos zunehmend elektrisch angetrieben werden. Deshalb müssen wir die richtige Technologie erlernen.“
Porsche plant, seine Fahrzeuge schrittweise auf Elektromobilität umzustellen. Bis 2030 sollen 801.000.000 Autos Elektroautos sein. Neben dem Taycan, dem einzigen Elektroauto, plant Porsche den Einstieg in den Macan SUV. Anschließend folgen der elektrische 718 Cayman, der Boxster Sportwagen und der Cayenne SUV. Der legendäre 911 wird jedoch das einzige Auto mit Verbrennungsmotor sein.
Aufgrund dieses Plans könnte der Bau einer neuen Batteriefabrik ein Zeichen dafür sein, dass Porsche voll auf Batterien setzt. Sollte dies jedoch zutreffen, ist unklar, wo Porsche die Fabrik bauen wird. Das ist spannend, da der Mutterkonzern Volkswagen Pläne für den Bau einer Fabrik in Europa aufgegeben und sich für Kanada entschieden hat.




