Innovationen in der dehnbaren Lithium-Ionen-Batterietechnologie
Hohe Flexibilität und Haltbarkeit
Ein Team der Universität Nanjing in China hat einen dehnbaren Lithium-Ionen-Akku entwickelt, der auch nach 70 Ladezyklen noch hocheffizient ist und sich bis auf 5000 t/3 t dehnen lässt. Diese Innovation trägt der wachsenden Nachfrage nach Akkus für dehnbare Elektronik Rechnung und gewährleistet Flexibilität und Langlebigkeit. Tragbare Gesundheitsmonitore und andere flexible elektronische Geräte benötigen diese verformbaren Eigenschaften.
Strukturelle Fortschritte
Wenn wir an Batterien denken, denken wir normalerweise nicht an Flexibilität. Damit dehnbare Elektronik jedoch effektiv funktioniert, müssen sich die Batterien auch biegen und dehnen lassen. Die meisten Versuche, solche Batterien herzustellen, bestanden darin, starre Teile in dehnbare Formen zu falten oder leitfähige Gewebe zu verwenden. Für eine wirklich dehnbare Batterie muss jedoch jede Komponente – die Elektroden, die die Ladung sammeln, und die dazwischenliegende Elektrolytschicht, die die Ladung ausgleicht – elastisch sein.
Herstellungsprozess
Um die Elektroden für eine vollelastische Batterie herzustellen, trug das Team einen dünnen Film leitfähiger Paste mit Silbernanodrähten, Ruß und lithiumbasierten Materialien auf eine flache Oberfläche auf. Anschließend wurde eine Schicht Polydimethylsiloxan (PDMS) aufgetragen, ein flexibles Material, das häufig in Kontaktlinsen verwendet wird. Darüber kamen Lithiumsalze, eine hochleitfähige Flüssigkeit und weitere Inhaltsstoffe zur Bildung eines elastischen Polymers hinzu. Unter Lichteinwirkung verbanden sich diese Komponenten zu einer robusten Gummischicht, die sich auf bis zu 5000 TP3T ihrer ursprünglichen Länge dehnen und Lithiumionen leiten konnte. Die gesamte Baugruppe wurde anschließend mit einer weiteren Elektrodenfolie versiegelt und durch eine äußere Schicht geschützt.
Leistungsvergleich
Die neue dehnbare Festkörperbatterie übertraf herkömmliche Designs mit flüssigen Elektrolyten deutlich. Sie zeigte eine sechsfach höhere durchschnittliche Ladekapazität beim Schnellladen und blieb über 67 Lade-Entlade-Zyklen stabil. Bei anderen Prototypen mit Festelektroden blieb der Polymerelektrolyt über 1000 Zyklen stabil, mit einem Kapazitätsabfall von lediglich 11 TP3T in den ersten 30 Zyklen, verglichen mit einem Abfall von 161 TP3T bei Flüssigelektrolytbatterien.





